Verlässlichkeit ist bei uns nicht nur ein Wort

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Das Early Excellence Konzept (EEC) im Bereich der Hilfen zur Erziehung

Das EEC-Konzept findet nicht nur in der Kita und im Familienzentrum von St. Josef seinen Niederschlag.

Auch im Bereich der Hilfen zur Erziehung (HzE) wird versucht, einzelne Teile des EEC-Konzepts umzusetzen. Das gilt sowohl für die ambulante Arbeit als auch für die Arbeit einzelner Wohngruppen. Inhaltlich geht es dabei vor allem um die Einbeziehung der Eltern.

So etwa können Eltern ihr Kind in der Innenwohngruppe von St. Josef (IWG) jederzeit besuchen und gemeinsam Zeit auf der Gruppe verbringen. Sie übernehmen einzelne Aufgaben mit dem Kind ( Arztbesuche, Einkäufe, Hausaufgaben u.ä.), nehmen an Mahlzeiten teil, kochen selbst, organisieren sonntags ein Brunch, unternehmen mit der Gruppe Ausflüge, holen sich bei den ErzieherInnen Rat ein, beobachten ihren Umgang mit den Kindern oder sind einfach nur da. Während früher Elternkontakte meist anläßlich von Hilfeplangesprächen stattfanden und Probleme im Mittelpunkt des Gesprächs standen, stehen die Kontakte heute zunehmend unter dem Zeichen von Freiwilligkeit, Selbstverständlichkeit, Erfolgsmeldungen und Wohlbefinden. Nicht nur die Qualität von Gesprächen hat sich dadurch geändert, sondern auch die Anzahl der Kontakte ist deutlich gestiegen, so dass das Getrenntleben von Eltern und Kindern von beiden Seiten weniger als radikaler Bruch empfunden wird und das Ziel einer späteren Rückführung der Kinder leichter erreicht werden kann.

In eine ähnliche Richtung hat die Flexible Tagesgruppe (FG) ihre Türen für Eltern geöffnet, die sich dort jederzeit herzlich willkommen fühlen dürfen. Besonders Eltern, die leichter am Modell (der Pädagogen) als über das Erörtern erzieherischer Fragen im Gespräch andere Umgangsformen mit ihrem Kind erwerben können, ist diese Form der Einbeziehung in die Arbeit mit ihrem Kind sehr hilfreich.

Erste Übertragungsversuche der Beobachtungssystematik aus dem EEC-Konzept mit dem Ziel, optimale Förderangebote für jedes Kind zu finden, gibt es auch in der Sozialen Gruppenarbeit (SGA) und der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH)). In Anlehnung an das Videohometraining (VHT) werden Eltern hier als Beobachter ihrer Kinder eingesetzt und die aufgezeichneten Sequenzen gemeinsam mit der pädagogischen Fachkraft reflektiert.

Die Entwicklung solcher Möglichkeiten erfolgt in enger Kooperation mit Frau Professorin Dr. Kölsch-Bunzen von der Hochschule Esslingen, von wo verschiedene Studierende ihre Abschlussarbeiten über die Arbeit in St. Josef geschrieben haben und von wo aus der EEC-Prozess wissenschaftlich begleitet wird.